Der Ceneri Basistunnel im Tessin ist Teil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Der Basistunnel verfügt über zwei einspurige Röhren und unterquert den Monte Ceneri auf einer Distanz von 15,4 Kilometern.

Der Tunnel ist somit das drittgrösste Tunnelbauprojekt der Schweiz, nach dem Lötschberg und dem Gotthard Basistunnel. Zusätzlich zum eigentlichen Tunnel wurde in Sigirino ein geneigter Zugangsstollen von 2,7 Kilometer Länge mit einer Tunnelbohrmaschine von 10,7 Metern Durchmesser gebaut.

Amberg unterstütze das Projekt in diversen Phasen. Nebst der Beratung bei der Erstellung des Bauprojektes und der Ausschreibung war der Angebotsvergleich und die Unterstützung bei der Vergabe ebenso Teil der Leistungen. Weiter war Amberg mit der Ausführungsprojektierung und der komplexen Bauleitung betraut. Viel aus dem Bau des Gotthard Basistunnels gewonnenes Know-How konnten die Ingenieure so auch in den Bau des Ceneri überführen.

Die heterogene, alpine Geologie, hauptsächlich bestehend aus Gneisen und Amphiboliten, stellte hohe Anforderungen an die baubegleitende seismische Vorauserkundung, welche von Amberg unter anderem in der Hauptverwerfung "Linea Valcolla" zielführend eingesetzt wurde. Die Verwerfung war geprägt von einer schlechten Gesteinsqualität, Deformationen und einer Überlagerung von 600 Metern. 

Die geringe Überlagerung bei der Unterquerung einer Autobahn am Nordportal erforderte viele anspruchsvolle Bauvorgänge, inklusive Hochdruckinjektionen, Rohrschirm, Sicherung und Verkleidung. Zur Überwachung des Bauvorgangs kamen hier die GeoMonitoring-Dienstleistungen von Amberg zum Einsatz. Beim Südportal stand bei den Arbeiten im urbanen Gebiet eine Reduzierung der Erschütterungen im Vordergrund.
 

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BETONTECHNOLOGIE
 

Der Basistunnel beinhaltet 2 einspurige Tunnel mit je 15,4 km Länge.

(1) Zugangsstollen zum Ceneri Basistunnel
(2) Das Nordportal in Vigana
(3) Überprüfung des Baufortschritts an der Ortsbrust

Wie schon beim Gotthard Basistunnel waren die Ingenieure des VersuchsStollen Hagerbach auch beim Ceneri für die Qualitätskontrolle des Betons vor Ort und berieten die Bauleitung hinsichtlich der verwendeten Betontechnologie. Getestet wurde auch Beton mit erhöhter Feuerresistenz. 

Vor dem Einbau der Bahntechnik erfolgte die Endabnahme des Tunnelbauwerks durch den Bauherrn. Vorbereitend dazu wurde die Tunneloberfläche durch vollflächiges Laserscanning erfasst. Die Aufnahme der Röhren erfolgte in mehreren Etappen, jeweils direkt nach dem Einbau der Bankette mit zwei unabhängigen Messsystemen. Die Daten für die Geometriekontrolle der Innenschalen sowie der Bankette wurden mittels des Amberg MobileMapping System mit einer Auflösung von < 20 mm und einer Genauigkeit von < 10 mm erhoben und zu einer Punktwolke weiterbearbeitet. Für die Risskartierung (Bestandsaufnahme) wurden hochaufgelöste Bilder benötigt, welche separat mit dem Mobile Infrastructure Scanning System (MISS) erfasst wurden. Durch den kombinierten Einsatz beider Messgeräte konnte der Zeitaufwand für das Erfassen der Daten und deren Auswertung stark reduziert werden

(1) Scan des gebauten Tunnels vor der Installation der Bahntechnik
(2) Scan mit dem Amberg Mobile Mapping System MISS zur Risskartierung. 

Die Erfassung der bahntechnischen Elemente für die Datenbank der festen Anlagen erfolgte mittels vollflächigem Laserscanning mit dem inertialen Messsystem IMS 5000 und wurde in einer 3D-Punktwolke visualisiert.

Die kombinierten Stärken der Amberg Group zeigen sich auch in diesem Projekt: Dienstleistungen aus einer Hand, welche dem Kunden eine effiziente und ökonomische Projektabwicklung ermöglichen, haben für die Amberg Gruppe oberste Priorität. 
 

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