FEATURES

  • Strasse
  • Untertag

DER UETLIBERGTUNNEL LIEGT AUF EINER DER WICHTIGSTEN AUTOBAHNVERBINDUNGEN DER SCHWEIZ.

Der Uetlibergtunnel verbindet die Autobahnen (A4/A3) zum Gotthard und nach Chur und ist ein wesentlicher Teil des Westrings um Zürich.

1983 wurde mit den Projektierungsarbeiten für den Uetlibergtunnel begonnen. Die Fertigstellung des Bauwerkes und Eröffnung war 2009. Der Nationalstrassentunnel besteht aus zwei Röhren mit zwei Fahrspuren und einer Standspur. Die Gesamtlänge beträgt ca. 4.5km.

Der Ausbruch erfolgte über 900 m in der heterogenen Moräne im Grundwasser als Lockergesteinsvortrieb mittels Kernbauweise mit einem Querschnitt von 143 – 160m2. Die Vortriebe im Fels (Molasse) wurden sprengtechnisch und mechanisch mit einer Tunnelbohrerweiterungsmaschine (TBE) mit ø 14.40m aufgefahren. Die horizontale Schichtung der Molasse führte teilweise zu Instabilitäten. Die Lüftungszentrale im Reppischtal und die Portalstationen wurden im Tagbau erstellt. Mit nur 3 - 6 m wurde ein bestehender, 100-jähriger S-Bahntunnel unter Betrieb im Sprengvortrieb erfolgreich unterquert.

Der Tunnel wurde mit einem zweischaligem Innenausbau mit Vollabdichtung, Zwischendecke, Werkleitungskanal unter der Fahrbahn, Querverbindungen, SOS- und Hydrantennischen und einer unterirdischen Betriebszentrale ausgebaut.

Amberg Engineering war mit der Gesamtprojektierung über alle SIA Phasen 31 - 53 inkl. Bauleitung der Untertagbauten, der Unterstützung der Oberbauleitung sowie der übergeordneten Koordination des Gesamtprojektes bis zur Inbetriebnahme beauftragt.

PROJEKTDETAILS

Abschnitt Molasse

  • Felsstrecke Eichholz, Sprengvortrieb.
  • Felsstrecke Uetliberg, mechanischer Ausbruch eines Pilotstollen (TBM, Ø 5.0m) und Vollausbruch mit einer Tunnelbohrerweiterungsmaschine (TBE) sowie Sprengvortrieb im Bereich des Gegenvortriebs (700 m).
  • Abluftstollen und -schacht Eichholz, konventionelles Schachtabteufen im Lockergestein und sprengtechnischer Vortrieb im Fels.

Abschnitt Lockergestein / unverfestigtes Gestein

  • Kernbauweise mit Stahlfaserbewehrtem Spritzbeton und Stahleinbau, Rohrschirm und Brustanker als Bauhilfsmassnahme.
  • Lüftungszentrale im Reppischtal und die Portalstationen wurden im Tagbau erstellt.

Konstruktionsdetails

  • Ausbruchssicherung: Stahlfaserverstärkter Spritzbeton, Spritzbeton mit Bewehrungsnetzen, Ankern und Stahleinbau soweit erforderlich im Felsvortrieb. Stahlfaserverstärkter Spritzbeton und Stahleinbau in Lockergesteinsabschnitten.
  • Vollabdichtungmit Kunststoffdichtungsbahnen (TPO), abschnittsweise druckhalten und drainiert, Dammringe.
  • Vorgefertigte Werkleitungskanalelemente.